Selbsterfahrung – Eine Reise in eine andere Welt – Die Ankunft

Selbsterfahrung bedeutet, genau dort hinzuschauen, wo die Ursache, wo der Beginn aller Unzufriedenheit, aller Krankheiten oder aller Schicksalsschläge zu finden ist. Nämlich in uns selbst. In sämtlichen Kulturen, Religionen oder Philosophien wird seit Jahrtausenden beschrieben, dass am Anfang von Allem immer ein Gedanke steht. Von allen Gedanken, die wir haben, werden ca. 95% automatisch durch unser Unterbewusstsein „gedacht“. Trotzdem bilden auch jene Gedanken, die wir nicht bewusst wahrnehmen, den Anfang oder die Ursache von unserem zukünftigen Erleben, allen schönen Dingen, aber eben auch allen Unzufriedenheiten, Krankheiten oder Schicksalsschlägen. Selbsterfahrung, d.h. sich selbst erfahren, zu schauen, was in einem so alles vorgeht, ist also von entscheidender Bedeutung für ein glückliches und befreites Leben.

Selbsterfahrung bedeutet auch, dass man erkannt hat, dass man keinen anderen Menschen ändern kann, sondern nur sich selbst. Aus dieser Erkenntnis kann der Wunsch entstehen, jede Erfahrung im Leben als Möglichkeit zu sehen, sich selbst, sein wahres Selbst, wieder ein Stück mehr kennenzulernen. Um genau dies zu tun und auch weil Selbsterfahrung ein wesentlicher Bestandteil meiner eigenen Lebensphilosophie geworden ist, bin ich in den letzten beiden Wochen im März wieder nach Ecuador gereist. Abseits vom Tourismus habe ich in einer kleinen Gruppe mit einem Schamanen zusammengelebt und traditionelle Zeremonien durchlebt. Nehmen Sie sich, wenn Sie mögen, ein wenig Zeit, um meinem kleinen Bericht dieser Reise in eine andere Welt zu folgen.

 

 

Es ist Donnerstag, der 17.03.2016, als ich um 06:45 Uhr das Flugzeug in Bremen besteige. Der heiße Kaffee am Flughafen und die Vorfreude auf die südamerikanischen Temperaturen, vertreibt die Kälte etwas aus dem Körper. Der Aufenthalt in Frankfurt ist nur kurz, ca. 2 Stunden. Das reicht für ein kleines Frühstück vor dem langen Flug nach Panama City.

Dann besteige ich den Lufthansa Airbus A340 und werde gewohnt freundlich von den Flugbegleitern empfangen. Als ich meinen Sitzplatz einnehme denke ich ‚Das Geld für die Sitzplatzreservierung am Notausgang war eine gute Investition.‘ Die Flugzeit ist mit etwas über 11 Stunden angegeben. Der Flug verläuft eher unspektakulär. Das Entertainment- programm an Bord ist vielseitig. Da gab es auch schon andere Zeiten. Meine Sitznachbarin erzählt mir, dass sie in Panama bleibt. Ihr Freund hat an der Karibikküste ein Boot. Für einen kurzen Moment möchte ich mit ihr tauschen.

Dann, Ankunft am Tocumen International Airport in Panama. Ich verlasse das klimatisierte Flugzeug und betrete die Gangway. Unglaubliche Hitze schlägt mir entgegen. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was mich in Ecuador erwarten sollte. Dann bin ich auch schon im Flughafengebäude, welches wieder klimatisiert ist. Kein schöner Flughafen, aber das ist ja bekanntlich auch Geschmacksache und mein Aufenthalt beschränkt sich auch hier nur auf ca. 2 Stunden. Dann geht es weiter. Eine Boeing 737 der Copa Airlines soll mich zu meinem Zielflughafen nach Guayaquil in Ecuador bringen. Obgleich ich weiß, dass das Flugzeug sicher ist, sieht es von innen aus, als ob es die besten Jahre hinter sich hat. Egal. Nach knappen 1,5 Stunden landen wir dann in Guayaquil. Ein kleiner und netter Flughafen. Passkontrolle und Gepäckausgabe gehen sehr schnell. Am Ausgang erwartet mich schon mein Fahrer, der mich nach Ayampe bringen soll. Nach weiteren 2 Stunden Autofahrt in vollkommener Dunkelheit, erreichen wir diesen kleinen Ort, der für die nächsten 10 Tage mein zu Hause sein wird. Es ist Mitternacht als ich das Auto verlasse. Eine fast unerträgliche Hitze schlägt mir entgegen. Gefühlte 35°C. ‚Wie warm ist es wohl erst tagsüber?‘ denke ich, als ich mein Gepäck die letzten Stufen zu meiner Cabana hochschleppe und dann müde in mein Bett falle.

Zum zweiten Teil

Selbsterfahrung – Eine Reise in eine andere Welt – Die Zeremonien

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