Sporthypnose am Institut für angewandte Tiefenhypnose

Egal ob Sie in die Welt des Leistungssports schauen oder den Sportverein betrachten, in dem Sie vielleicht Fußball, Tennis, Leichtathletik, usw. betreiben, Sie werden immer feststellen, dass es teils erhebliche Unterschiede im Leistungsniveau gibt. Woran liegt es, dass Menschen, die prinzipiell die gleichen physischen Voraussetzungen mitbringen, doch so unterschiedliche Leistungen erbringen? Diese und andere Fragen zum Thema Sporthypnose und wie wir am Institut für angewandte Tiefenhypnose die Hypnose im Rahmen der klinischen Sportpsychologie durchführen, finden Sie in den nachfolgenden Informationen beantwortet.

Was ist Sporthypnose

Sporthypnose ist eine methodische Variante der klinischen Sportpsychologie. Dabei berücksichtigt man, dass der Mensch eben nicht nur aus seinem Körper besteht, sondern eine symbiotische Verbindung aus Körper, Geist und Seele ist, die sich wechselseitig beeinflussen. Die einseitige Fixierung auf physische Prozesse, wie sie heutzutage im Sport noch häufig statt findet, führt zu einer Begrenzung der sportlichen Leistungsfähigkeit. Dies gilt für Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit. Die Fähigkeit des Geistes auf körperliche Prozesse Einfluss zu nehmen, ist nicht nur seit Jahrtausenden bekannt, sondern wurden in hunderten empirischen Studien belegt.

Hypnose kann hier eine besondere Bedeutung beigemessen werden, da mit Hilfe dieser Methode auch unwillkürliche körperliche und geistige Prozesse verändert werden können. Als unwillkürlich sind hier Denk- und Handlungsgewohnheiten bezeichnet, welche im Wachbewusstsein vom Verstand nicht beeinflusst oder erst gar nicht wahrgenommen werden können. Diese mentalen Automatismen, die nicht nur Ihre Leistungsfähigkeit, sondern auch Regeneration und Rehabilitation wesentlich beeinflussen, machen 90% Ihres Denkens aus.

Welche Bedeutung hat der Geist beim Sport

Durch wiederholtes Trainieren machen wir Bewegungsabläufe zur Gewohnheit. Damit versetzen wir unseren bewussten Verstand in die Lage, nicht über die grundlegenden Basisfertigkeiten nachdenken zu müssen. Als Tennisspieler bspw., denken Sie während eines Matches nicht über die technische Ausführung Ihrer Vorhand nach. Sie haben so oft trainiert, dass Ihr Unterbewusstsein den gesamten Bewegungsablauf, ohne Ihr bewusstes Zutun, erledigt. Und es entscheidet auch wie schnell Sie laufen, wie Sie zum Ball stehen, wohin Sie gucken und viele Dinge mehr.

Gedanken führen zu Entscheidungen, Entscheidungen führen zu Handlungen, Handlungen führen zu Konsequenzen. Alles was Sie erleben, war ursprünglich also ein Gedanke. Pro Tag denkt der Mensch ca. 60.000 Gedanken. 90% davon, also 54.000, sind unterbewusste Überzeugungen oder auch Denkgewohnheiten, die aber auch zu Entscheidungen, zu Handlungen und letztendlich zu Konsequenzen, führen. Eine positive Konsequenz, die auf einer automatischen Denkgewohnheit beruht, ist bspw. ein perfekter Bewegungsablauf, über dessen Ausführung Sie während des Wettkampfs nicht mehr nachdenken müssen. Negative Konsequenzen beruhen z.b. auf Ihren unterbewussten Überzeugungen / Glaubenssätze

  • über Gewinnen und Verlieren …
    … „Ich verdiene es nicht zu gewinnen.“
  • über Ihr Verhältnis zu Ihrem(n) Gegner(n) …
    … „Ich bin zu schwach, um den zu schlagen.“
  • über das Wetter …
    … „Bei Regen verliere ich immer.“

Wie entsteht die Leistungsgrenze

Unterbewusste Überzeugungen bilden das mentale Selbstbild jedes Menschen, welches das Ergebnis der Erfahrungen ist, die er in seinem Leben gemacht hat (Erziehung, Schule, Fernsehen, usw.). Im Unterbewusstsein existiert somit auch eine Vorstellung vom persönlichen „normalen, durchschnittlichen Leistungsniveau“. Diese (Leistungs)Obergrenze ist bei jedem Menschen anders, da jeder andere Erfahrungen gemacht und somit auch ein individuelles Selbstbild hat.

Wie kann Hypnose helfen?

Der Versuch seine persönliche Leistungsgrenze, also einen Teil seines mentalen Selbstbildes, durch Willensanstrengung zu verändern, wird nicht oder nur temporär gelingen, da in diesem Fall Wille und Glaube aufeinander treffen. Da der unterbewusst verankerte Glaube immer stärker als der bewusste Wille ist, legt das Unterbewusstsein bzw. der Geist, die Leistungsgrenze fest.

„Und wenn man Leute in eine sehr tiefe Trance versetzt, dann beginnen sich die Spielregeln zu ändern. Wenn die Realität Dir sagt: das kannst Du nicht – dann geh einfach in eine tiefe Trance und mach es! Denn dann bist Du nicht mehr in der gleichen Realität. Vor dreißig Jahren hätte ich mir nie erträumt, dass die Resultate, die ich erzielte, möglich sind. Blindlings bin ich einfach vorgeprescht und wenn immer ich auf eine Hürde stieß, bin ich in eine noch tiefere Trance gegangen. Je grösser das Hindernis, umso tiefer die Trance und umso erstaunlicher die Resultate. Niemand ist mehr darüber erstaunt als ich, zu was die Menschen schließlich fähig waren.“
(Richard Bandler)

Die Aufhebung der persönlichen, mentalen Leistungsgrenze führt zu einer Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit, die mit physischem Training allein, nicht zu erreichen ist. Dies gilt sowohl für Einzelsportarten, als auch für den Mannschaftssport.

Einzelsportart (A²I – Programm)

Das  A²I – Programm wurde gezielt für Einzelsportarten entwickelt, um die sportliche Leistungsfähigkeit zu optimieren.

  • Aufhebung der mentalen Leistungsgrenze
  • Ausrichtung auf die jeweiligen Anforderungen der Einzelsportart
  • Individuelle Wettkampfvorbereitung
Sporthypnose

Mannschaftssportart (A²I² – Programm)

Basierend auf dem Prozess für Einzelsportarten entsteht durch Integration einer „Mannschaftskomponente“ das A²I² – Programm zur Optimierung der Leistungsfähigkeit für Mannschaften.

  • Aufhebung der mentalen Leistungsgrenze jedes (Einzel)Sportlers
  • Ausrichtung auf die jeweiligen Anforderungen der Mannschaftssportart der Position/Aufgabe in der Mannschaft
  • Integration jedes Sportlers in ein optimales Mannschaftsgefüge
  • Individuelle Wettkampfvorbereitung der Mannschaft / des Einzelsportlers

Integration in den Trainingsablauf

Die am Institut für angewandte Tiefenhypnose entwickelten A²I und A²I² – Programme ermöglichen, durch ihre Flexibilität, eine optimale Integration in alle anderen Trainingsabläufe. Dies gilt sowohl für saisonale Sportarten (Wintersport), als auch für Ganzjahressportarten.

Bedeutung von Hypnose im Sport

Körper, Geist und Seele bilden eine symbiotische, sich wechselseitig beeinflussende Einheit. Herrscht ein harmonisches Gleichgewicht, so sind Körper und Geist gesund und leistungsfähig. Die einseitige Fixierung auf die physischen Prozesse während des Trainings, führt nicht nur zu einer Begrenzung der Leistungsfähigkeit, sondern zu einem inneren Ungleichgewicht. Die Konsequenz ist eine Überbelastung des Körpers und/oder Geistes. Als Folge erleben wir eine höhere Verletzungsanfälligkeit oder die Neigung zu Depressionen, was im Leistungssport immer wieder zu beobachten ist.

Die dringende Notwendigkeit als Sportler sein geistig-mentale Potential zu nutzen bzw. auszuschöpfen, ergibt sich alleine schon dadurch, dass die Leistungsdichte im Spitzensport immer weiter zunimmt. Betrachtet man die nahezu gleichen physischen Voraussetzungen der Sportler, sowie die Tatsache, dass die individuellen, körperlichen Trainings- und Leistungsgrenzen bereits weitestgehend ausgeschöpft sind, so wird deutlich, dass zukünftig die mentalen Prozesse über Sieg und Niederlage entscheiden werden. Hinzu kommt, dass weite Teile des Leistungssports zu einem eigenen Wirtschaftszweig geworden sind, wie z.b. Fußball oder Formel 1. Dies führt dazu, dass Sportler unter einem zunehmenden Druck stehen, die geforderte Leistung zu erbringen.