Die Entstehung von Gesundheit

Betrachtet man die westliche Medizin, so konnte man in den letzten Jahrzehnten beachtliche Fortschritte beobachten. Insbesondere die Notfallmedizin kann heutzutage genau in jenen Situationen Leben retten, wo Menschen früher möglicherweise gestorben wären.
Die überwiegend bzw. ausschließlich mechanische, symptomorientierte Ausrichtung der Schulmedizin, „stört“ bei der Notfallmedizin auch eher weniger, wohl aber bei der Behandlung anderer Erkrankungen. Warum ist das so? Wir sind sehr daran gewöhnt, alles was existiert aus einer 4-dimensionalen Sicht (Länge, Höhe, Breit, Zeit) zu betrachten. Um den Menschen aber in seiner Ganzheit zu erklären, benötigt man ein 12-dimensionales System. Dies ist im Übrigen bereits seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt und wissenschaftlich bewiesen. Betrachtet man den Menschen bei der Behandlung (s)einer Erkrankung also ausschließlich in dem gewohnten 4-dimensionalen Rahmen, so beschränkt man sich eben auf die materielle, symptomorientierte Sicht. Eine ganzheitliche Behandlung integriert aber auch die höher liegenden Dimensionen, die gleichbedeutend mit unserer Definition von Geist und Seele sind. Die angesprochene Integration dieser Ebenen des menschlichen Systems macht eine ursachenorientierte Behandlung erst möglich. Die Wirksamkeit von klinischer Hypnose ist u.a. eben damit zu erklären, dass sie ein effektives Hilfsmittel ist, um dem Menschen Zugang zu diesen Dimensionen zu verschaffen und somit auch Zugang zur vollständigen Heilung.

Theorie über die Wirksamkeit klinischer Hypnose aus quantenphysikalischer Sicht

Der israelisch-britische Physiker David Deutsch (*1953) ist einer der bekanntesten Vertreter der Viele-Welten-Theorie der Quantenmechanik. In einfachen Worten wird dabei davon ausgegangen, dass es unendlich viele Paralleluniversen (Multiversum) gibt, in denen zu einem bestimmten Zeitpunkt X, jeweils etwas anderes passiert. In einem Universum lesen Sie z.b. gerade diesen Beitrag, während Sie in einem anderen Universum momentan schlafen, usw.. Daraus leitet sich das folgende Zitat von David Deutsch ab.

 

„In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Veränderung der Vergangenheit nicht von der Veränderung der Zukunft, wie wir sie immerzu vornehmen. Immer wenn wir eine Wahl treffen, verändern wir die Zukunft. Wir machen sie anders als sie gewesen wäre, wenn wir anders gewählt hätten. Wir verändern sie also gegenüber dem, was sie in Universen sein wird, in denen wir tatsächlich anders wählen. Aber in keinem Fall verändert sich ein bestimmter zukünftiger Schnappschuss. Er kann sich nicht verändern, denn es gibt keinen Zeitfluss, in Bezug auf den er sich verändern könnte. Die Zukunft «verändern» bedeutet wählen, in welchem Schnappschuss wir sein wollen. Die Vergangenheit «verändern» bedeutet genau dasselbe.“

(David Deutsch)

 

Dies bedeutet, dass die Zukunft zwar in Form von unendlichen Ereignismöglichkeiten feststeht, wir aber zu jeder Zeit wählen können, welche wir zu unserer persönlichen Realität machen möchten. Wir haben also Einfluss auf unsere Zukunft. Laut Deutsch gilt dies äquivalent auch für unsere Vergangenheit.

 

Was hat dies nun mit der Wirksamkeit von klinischer Hypnose zu tun?

Folgen wir der Aussage von Deutsch, so hat eine Mensch, der aktuell ein bestimmtes Problem hat, sich in seiner Vergangenheit für diese bestimmte Ereignismöglichkeit, d.h. diesen bestimmten „Schnappschuss“ (s. Zitat) entschieden. Natürlich fand diese Entscheidung unbewusst statt, denn niemand würde sich bewusst für eine subjektiv negative Zukunft entscheiden. Bedenkt man, dass ca. 95% unserer Entscheidungen unbewusst ablaufen, so ist eine gewisse Plausibilität zu erkennen. Diese unbewussten Entscheidungen entsprechen unseren (erlernten) Überzeugungen, die stärker sind, als der bewusste Wille. Klinische Hypnose ist darauf ausgerichtet, diese unbewussten Entscheidungen zu verändern. Dabei gibt es 2 Möglichkeiten:

  1. Da es laut David Deutsch keinen Zeitfluss gibt, kann man mit Hilfe hypnotherapeutischer Methoden in eine vergangene Situation „reisen“ und dort seine damals getroffene Entscheidung ändern. Man entscheidet sich also quasi für ein anderes Universum, in welchem man die Situation vollkommen anders erlebt (hat). Ändert man diese Situation, so ändern sich automatisch auch alle nachfolgenden Situationen, die darauf aufbauen, inkl. der Aktuellen, in welcher ja (ursprünglich) das Problem existierte.
  2. Das aktuell existierende Problem basiert auf einer vergangenen Entscheidung. Es ist wahrscheinlich, dass diese Entscheidung unbewusst aufrecht erhalten wird. Im hypnotischen Zustand ist es nun möglich eine andere, zukünftige Ereignismöglichkeit zu wählen. Man entscheidet sich also quasi dafür, zukünftig in einem Universum zu leben, in dem das Problem nicht (mehr) existiert.

 

 Was bedeutet das für unsere Zukunft?

Folgt man der Viele-Welten-Theorie, so ist unsere Zukunft nicht vorbestimmt; wir können wählen, wie unsere Zukunft aussehen soll bzw. was wir erleben wollen. Es gilt bloß zu verstehen, wie wir dies tun können.
Und mit der Vorstellung verbunden, dass wir Verantwortung für alles tragen, was uns im Leben wiederfährt, liegt nicht nur eine große Möglichkeit, sondern auch der Trost, dass wir Einfluss haben, auf unsere Probleme, mögen sie momentan auch noch so groß erscheinen.

 

Wie Gedanken unser Leben bestimmen

GeistDer Placebo-Effekt ist nur ein Beispiel dafür, wie wir mit unserem Denken unser Leben beeinflussen (können) bzw. welchen Einfluss Gedanken auf Materie haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir einen Gedanken “bewusst denken” oder ob wir ihn “unterbewusst denken”, d.h. ob dieser Gedanke bereits zu einer unterbewussten Überzeugung geworden ist und somit automatisch, ohne bewusste Wahrnehmung, ausgeführt wird. Bedenkt man nun, dass unser Erleben zu 90% das Resultat von “unterbewusstem Denken” ist, wird deutlich, wie wichtig es für die Gestaltung des eigenen Lebens ist, sich diese unterbewussten Überzeugungen bewusst zu machen.

“Alles in unserem Leben ist die sichtbare Manifestation unserer Gedankenformen, die wir bewußt oder unbewußt produziert haben.
(John Randolph Price)

Der Artikel “Wie Gedanken unser Leben bestimmen” beschreibt anschaulich, wie groß der Einfluß ist, den wir auf unser eigenes Leben haben.